Literatur zum Hören - Lesung mit Sarah Kuratle: Chimäre

Shownotes

Chimäre erzählt mit großer poetischer Kraft von den drängenden Themen unserer Zeit, von der Verflochtenheit allen Lebens und Sterbens. Das berührt bis ins Innerste und hallt lange nach.

Sarah Kuratle

Geboren 1989 in Bad Ischl, aufgewachsen dies- und jenseits der Schweizer-österreichischen Grenze. Sie studierte Germanistik und Philosophie. Ihre Lyrik und Prosa wurden vielfach ausgezeichnet. Mit ihrem Romandebüt Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren (2021) stand sie auf der Shortlist für den Literaturpreis Text & Sprache 2022. Für ihren aktuellen Roman Chimäre erhielt sie den Kreationsbeitrag von Pro Helvetia

Audio-Aufzeichnung eines Literaturabends in der Stadtbibliothek Dornbirn am 04.12.2025

Aktuelles Veranstaltungsprogramm der Stadtbibliothek Dornbirn: https://stadtbibliothek.dornbirn.at/veranstaltungen

Transkript anzeigen

00:00:00: Hier meine sehr geehrten Damen und Herren, willkommen in der Stadt Bilothek.

00:00:03: Mein Name ist Peter Lautstetter Und ich darf Sie durch diesen Abend begleiten Durch diesen Abend mit Sarah Kuratle.

00:00:11: Herzlich Willkommen Sarah!

00:00:18: Der Anlass ist das Erscheinen des zweiten Romans Mit dem Titel Schimere Im Otto Müller Verlag.

00:00:28: Und ein paar Worte zu Sarah möchte Ich auch gerne verlieren.

00:00:33: Sie wurde neunzehn-neunundachtzig

00:00:35: geboren

00:00:36: in Partischel und wechselte dann immer wieder mal zwischen Schweiz und Österreich hin und her als Wohnort.

00:00:44: Sie studierte Gamanistik und Philosophie, und ihre Lyrikan Prosa wurden vielfach ausgezeichnet.

00:00:52: mit ihrem Roman de Bue, Greta & Janis.

00:00:55: vor acht oder in einhundert Jahren, im Jahr zwanzig erschienen stand sie auf der Shortlist für den Literaturpreis Text-

00:01:04: und

00:01:04: Sprache.

00:01:08: für ihren aktuellen Roman erhielt sie den Kreationsbeitrag der Stiftung Pro Helvetia.

00:01:16: Sarah, herzlich willkommen nochmal!

00:01:18: Schön dass du da bist

00:01:20: und

00:01:20: uns beglückst mit deinem Roman.

00:01:24: in einem Interview wo der Tissi Beuel zu seinem neuen Buch No Way Home nach der Feststellung das dieses auch eine Liebesgeschichte sei gefragt ob das Schreiben ein Akt der Liebe ist.

00:01:39: Wie siehst du das?

00:01:43: Zuerst einmal willkommen auch schon meiner Seite, ich freue mich sehr dass ich da bin.

00:01:49: und jetzt gleich zur Frage.

00:01:52: Ich glaube es ist für mich eine Liebe zu Sprache ganz stark Also wenn ich diese Liebe nicht hätte zu den Worten Und auch Zu der Art wie sie klingen Was es für ein Rhythmus ergeben kann Wenn ich sie so oder so aneinander füge dann würde ich nicht schreiben.

00:02:09: Also das war für mich immer der Ausgangspunkt, überhaupt die Gedichte oder später auch Geschichten zu verfassen also diese Liebe zur Sprache.

00:02:21: und dann ist es auch eine Liebe zu den Figuren immer da.

00:02:26: Die sind zwar mit Lessing würde man sagen sie sind gemischte Charaktere Sie haben dieser und jene Eigenschaften wie wir alle positive negative Und doch wachsen mir gerade die Hauptfiguren immer auch ans Herz.

00:02:43: Es ist eine emotionale Nähe da, oder eine Liebe, könnte man sagen?

00:02:49: Ja schön!

00:02:51: Dein Bruch wird als dystopischer Roman angepriesen bzw.

00:02:56: verkauft... Wie geht es dir mit diesem Etikett?

00:03:01: Es steckt viel dystopisches in die Meer drinnen.

00:03:06: Daumann spielt auf einer Insel, die umgeben ist von Land das mehr oder weniger schon ... oder von sehr viel Land es auch schon verwüstet ist.

00:03:16: Oder wo viel verloren gegangen ist.

00:03:19: also Thema Atenschwunden.

00:03:22: Es gibt viele Bereiche, wo eben eine Vielfalt gar nicht mehr möglich ist.

00:03:27: aber im Gegensatz dazu eben diese Insel die eigentlich mehr ein utopischer Ort ist.

00:03:33: Und da habe ich immer das Gefühl, steckt beides drin.

00:03:36: Steckt die Dystopie dann an?

00:03:38: aber auch die Utopie dieser Insel ist ein Ort mit griesengroßen Gärten befindet sich dort ein Colleague besondere Forschungs- und Lernrichtung für den Artenerhalt vom Pflanzen.

00:03:50: Und die Mitglieder von diesem Colleague bemühen sich eben um Vielfalt, um Pflanzenvielfalt.

00:03:55: Das ist auch sichtbar in Form dieser Gärten, die überall auf der Insel wachsen, auch über das Gebäude hinweg als hängende Gärte.

00:04:04: Dann gibt es dort noch so ein riesengroßes Archiv von Saatgut, wo Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind, aufbewahrt werden.

00:04:13: Das hat etwas von einer Utopie dieser Ort.

00:04:15: Und darum würde ich sagen, hat dieser Roman doch auch oder was ja die erzählte Welt vom Roman?

00:04:21: Auch diese dystopischen Züge.

00:04:25: Sebastian Faustuber schrieb im Falter Nummer einundvierzig dieses Jahres.

00:04:33: in lyrischer Prosa, die unter anderem auf Louis Carers Alice im Wunderland anspielt gelingt Kuradler ein starkes Stück Climate Fiction.

00:04:44: es will langsam gelesen werden und am besten laut.

00:04:50: Nun, die Sarah wird uns laut vorlesen.

00:04:57: Dann bekommen wir einen Eindruck davon was auch Sebastian Faas-Tuber gemeint hat.

00:05:04: Der Roman Chimer wird aus zwei Perspektiven erzählt Aus der Perspektive von Alice Und aus der Perspective von Gregor im Wechsel.

00:05:14: Die jeweiligen Abschnitte im Roman sind dann auch immer überschrieben mit Alice oder mit Gregor.

00:05:20: Und diese beiden kennen sich von ihrer gemeinsamen Schul- und Studienzeit her, die sie auf dem vorhin erwähnten Colleg verbracht haben.

00:05:28: Also sie waren eben dort Schüler und später auch Studierende an dieser Einrichtung für den Pflanzenerhalt.

00:05:36: Der Roman setzt dann an dem Punkt ein, an dem alles gerade die Insel verlassen hat.

00:05:42: Sie ist mit einem Boot von der Insel weggefahren aus Festland Wasserlabyrinth unterwegs und Krieger bleibt zurück, die beiden waren befreundet.

00:05:55: Sie war für ihn aber immer Alois.

00:05:58: das ist auch der wesentliche Grund warum sie weggegangen ist.

00:06:01: dieses Collec dieser Insel sieht bei den Menschen eigentlich nur Männer vor als Mitglieder so dass er sich eben als Alois auszugeben hatte dort losgerissen und kurz nachdem sie weggefahren ist, taucht auf der Insel eine andere Frau mit dem Namen Terra.

00:06:23: Ich lese jetzt das erste Kapitel mit ein paar Auslassungen.

00:06:28: Das beginnt auch mit einem Abschnitt Gregor.

00:06:45: Seier hineingefallen, im Fluss über den See bis zur Insel getrieben mehr als siebenhundert Kilometer weit.

00:06:55: Es grauste mich daheim es war voller Dreck.

00:07:00: Mehrmals täglich sah er zum Fluss gegangen das letzte Mal vom Schlafen mitten in der Nacht.

00:07:07: Die Nächte der Stadt musst du suchen keine Kampf von selbst.

00:07:11: Wenn es regnete, habe er versucht seine Mutter nach draußen zu ziehen.

00:07:17: Wenn ihre Haare fettig glänzten.

00:07:21: Nass oder nachts sehen Haare gewaschen aus.

00:07:25: Sein Freund Alois, der ihm gegenüber saß, schüttelte den Kopf.

00:07:30: Das mit dem Fluss glaube ich dir nicht.

00:07:32: Wie bist du auf die Insel gekommen?

00:07:35: Er wollte mehr wissen.

00:07:37: Im Fluss natürlich im Fluss werte Gregor ab.

00:07:43: Es wird abends, ist schon Nacht dunkel als Krieger über Stufen aus dem Kolleg hinabsteigt.

00:07:51: Dann hinauf durch die hängenden Gärten in schwere Luft.

00:07:56: Blind findet er sich zurecht, kennt die Pflanzen die Wege der Zwischeninwendig – auswendig sowieso!

00:08:03: Mit bloßen Händen tastet er Beete ab.

00:08:07: Spürt sind sie zu feucht?

00:08:10: Zu trocken?

00:08:12: Ist die Erde warm, wie seine Stirn?

00:08:16: Ob es mehr braucht.

00:08:18: Manchmal taucht Krieger sein Arm bis zum Elbung in die Erde oder in die Bewässerungskanäle ins Wasser aus dem See.

00:08:27: Ruhe findet er nicht!

00:08:31: Ein letztes Mal schaue ich nach, sagt der sich.

00:08:34: Während die anderen glaubt er schlafen geht er die Gärten ab, gießt wo nötig Wasser nach.

00:08:42: Am Nachthemd reibte seine erdingen Hände trocken, sauber, schläft im Bett unter der Decke später nackt.

00:08:52: Die gräser Staudenbäume hat Krieger über die Jahre vermessen sie auf Papier gezeichnet.

00:08:58: Alois sein Freund übermalte seine Zeichnungen Pass auf du übermals die End nur Sie aufhören Danach.

00:09:05: dazwischen ist Luft Nicht viel mehr sagte er.

00:09:11: Alois antwortete Diese Enden gibt es nicht, das weißt du selbst.

00:09:18: Im Ganzen sind die Gärten eine Pflanze – selbst die Welt!

00:09:24: Aber sie wissen eher Alois schon von der Welt auf einer Insel.

00:09:32: Finger schließen sich am Gregor's Handgelenke, kreisen auf den Spitzen über seine Handflächen.

00:09:41: Wer bist Du?

00:09:43: flüstert Gregor Leiser hört er von den Nachtkerzen gewachsen her die Stimme, du könntest mich vermessen.

00:09:54: Wie du auch die Pflanzen vermisst!

00:09:57: Die Nachtzeit zu dunkler trage kein Maßband bei sich... das glaube ich dir nicht.

00:10:04: Wie ist meine Haut?

00:10:05: Ihre Farbe?

00:10:07: Er sehe wenig, ich weiß nicht.

00:10:10: jetzt ist sie grau wie meine auch.

00:10:13: Zuerst vermisst er die Hände.

00:10:14: und am Strauch, wie lang die Finger, wie breit das Handgelenk.

00:10:18: Dann die Arme, die Schultern – auch die Brust!

00:10:22: Sie ist nackt.

00:10:23: Prima Kleidern is der Nacht ein langes Hemd, sonst friere ich.

00:10:32: Alice Der Schnee überraschte sie.

00:10:39: Auf der Insel war es längst Frühling, grün grau als sie im stillen Aufbrach.

00:10:45: Sie dachte Das ist am Festland gleich grün oder grau.

00:10:51: Dabei ist es weiß, selbst bei Nacht, selbst der See scheint an den Ufern gefroren bläulich weiß.

00:11:01: Alles ist überrascht wie kalt ihre Füße jeden Abend sind.

00:11:05: Über Tag vergisst sie.

00:11:06: beim Gehen spürt in der raun luftblos Nase und Wangen zwischen Stirnband und Schal.

00:11:14: Sie würde Krieger jetzt zustimmen.

00:11:17: Der Wind ist dann graus.

00:11:19: ihnen nicht erinnern, wo kommen die Samen hin ohne Wind?

00:11:22: Was würde aus den Gärten der Welt?

00:11:25: solche Sätze brachten sie auf der Insel ins Stocken.

00:11:30: Ach früher!

00:11:31: Da war ihre Welt eine Wohnung.

00:11:36: Alles bügt sich studiert wie sich Tierspuren verschiedener Art im Schnee kreuzen Wie die Arten aneinander hängen Zusammenleben wie es anders nicht geht.

00:11:51: Die Spuren werden weniger, hört sie.

00:11:53: ihre alten Lehrer sagen das Bild werde eintönig weniger gemustert.

00:12:00: Unter der Erde ist es gleich sagte Gregor.

00:12:03: ein Ohr am Boden der Gärten.

00:12:05: Es ist still.

00:12:06: früher hörte ich Musik.

00:12:08: Sie zwickte ihnen den Arm.

00:12:11: Du bist mit deinen Ohren woanders Für die Nächte am See.

00:12:18: vor der Flussmündung gibt es Holzhütten über Eis und Wasser.

00:12:24: Sie sind verlassen, niemals leer.

00:12:28: Schmale Stege führen zu den Türen die meist einen Spalt offen stehen.

00:12:32: Kalt ist es drinnen wie draußen – die Fenster sitzen locker!

00:12:36: Durch Hitzen im Fußboden streckt alles ihre Finger ins Freie.

00:12:43: Zuerst sucht sie warme Socken dann letzte Vorräte Kirschmarmelade.

00:12:51: Sie kratzt die Schimmelkruste ab, grün und grau Taucht einen Löffel, den sie findet tief ins Kirschrote Glas.

00:12:59: »Louise« sagt sie dann.

00:13:02: Sie versucht sich zu erinnern ob Kirschen in der Wohnung, ob ihre Arme bis zum Baum im Innenhof reichten.

00:13:11: war es überhaupt ein Kirschbaum?

00:13:15: Wie hoch wird so ein Baum?

00:13:17: Krieger wüsste es!

00:13:19: Alle spricht zu sich selbst, spricht anders als auf der Insel.

00:13:22: seit der Fahrt über den See klingt ihrer Stimme verstellt.

00:13:27: Vielleicht spricht Louis so ähnlich.

00:13:30: Alles erinnert sich nicht, an die Marmelade schon an Louis Stimme nicht.

00:13:37: Sie setzt sich vor das größte Fenster.

00:13:40: Schnee fällt als löchriger Vorhang hinter dem Glas versperrt mit der staubigen Stellampe den Ausblick vom Fensterbrett.

00:13:49: Wann hört es auf?

00:13:51: Der Schnee ist im Weg Für die Augen auch für die Füße die Stirn.

00:14:03: Es hört sich an, als ob Fische.

00:14:08: Als wäre alles eingeschlafen im Wasser.

00:14:13: Der Holzboden und seine Spalten ließen es zu, dass von unten Wasser ein Fisch vielleicht eine Schlange.

00:14:22: Aber der See ist gefroren, sagt sie sich laut.

00:14:26: Aufgewacht von ihrem eigenen Husten klopft sie auf Holz und Eis zwischen Hütte und See auf ihre Brust, bis es aufhört das Träumen des Husten.

00:14:38: Ich bin allein!

00:14:39: Die Fische schwimmen ohne mich.

00:14:43: Anders kennt sie es nicht.

00:14:45: Vögel flogen.

00:14:46: alle Schaute vom Fensterbrett in der Wohnung lange Tage in den Innenhof.

00:14:50: Auf der Insel war sie freier die Vögle aber flogen weiter.

00:14:55: Es gibt mehr.

00:14:57: Das wusste sie

00:14:58: versteckt

00:14:59: in der Wohnung.

00:15:01: Er zieht mich weg Flüsterte sie Jahre älter in den Gärten.

00:15:07: Das sagst du nur, sagte Gregor meinte es war ja nicht ernst mit dem Schwimmen dem Alleinsein.

00:15:16: Tage eigentlich Jahres hast Sie fest ich bin Alice.

00:15:22: das war sie meistens bloß für sich.

00:15:30: Den Mantel lässt sie hängen steigt durchs Fenster auf's Eis.

00:15:35: Sie will, wenn sie nicht einbricht zu diesem Baum im See zur Hälfte in der Luft.

00:15:40: Halb Wasser, halb Wind – eine Chimere!

00:15:45: Das will sie auch sein.

00:15:46: Wenn sie auftaucht Ein Vogel Absinkt ein Fisch Gregor.

00:16:00: Wenn Gregor seine Hände wäscht Seine Füße Dann gehören sie eine Zeit lang wieder ihm.

00:16:10: Für sich allein sagt er es auf meine Hände.

00:16:16: Sie waren es nicht, als er zu klein sich zu wehren mit Händen und Füßen – meine Füße!

00:16:24: Er wiederholt sich.

00:16:26: Im See am Ofe der Insel wäscht er den Dreck ab.

00:16:30: Jahre Kindheit Jugend Der Fluss war nicht lang genug Denn Rest dieses Körpers bedeckt er mit Kleidern, Nachts mit einer Decke als wäre weiße Wolle ein Schutz oder ein weißes Blatt.

00:16:45: Der Junge war ein anderer.

00:16:48: Gregor ist der See näher als seine Mutter.

00:16:52: Werder See ein Meer, er könnte sie vergessen!

00:16:57: Wie sie traurig war aus Flaschentrank ihn warten ließ.

00:17:04: Es zählte nicht mehr weh.

00:17:06: Es wäre, glaubt er um sie beide weniger Schuld.

00:17:11: Der See ist so klein.

00:17:13: Schwimmen?

00:17:15: Ist der sich sicher hat er mühelos verlernt.

00:17:25: Als er hinter sich die Tür seines Zimmers spürte er Gegendruck.

00:17:32: Ich schlafe nicht mehr gut Ohne Knicker im Maßbander hätte geglaubt du bist weg.

00:17:38: nicht echt Das hier sei eine Insel der Pflanzen, das Kolleg ein Ort nur für Männer eigentlich.

00:17:48: Die Frau sagt Ich gehöre nicht dazu, dass sei sie gewohnt Aber ich habe das Recht auf einem Bett, das Recht zu lernen Sie bezahle dafür, zieht aus ihren Harnensäckchen Samen jeder anders.

00:18:05: Samen sammle ich seitlich von dieser Insel weiß.

00:18:09: Gregor's Händermlichtschelter hält ihn ab.

00:18:13: Lass es dunkel, ich muss schlafen.

00:18:15: Sie gähnt!

00:18:17: Schau sie dir morgen an.

00:18:22: Alice zu fäusten Gewalt steckt Schnee an den Ästen.

00:18:30: An ihren Beinen löst Alice langsam ihre Hände zum Klettern Verfroren wütend dass der Schnee sich fest setzt im Nacken ohne Mantelkragen.

00:18:41: Weil es schneit bewegt sich der Himmel Mit ihm das Eis unter ihren Füßen Oder ich bilde es mir ein.

00:18:50: Es spielt keine Rolle, ob sie im See noch stehen.

00:18:52: schwimmen könnte sie nicht.

00:18:53: Sie ist weggelaufen.

00:18:54: niemand wartet auf sie.

00:18:57: Um den Baumstamm sind Algen gewachsen wie zu einem Sockel unter Wasser und Eis In der Luft sind die Äste abgestorben brüchig wie alte Knochen Von diesen halb zersetzten, halbe erhaltenen Fichten im See hatte Alice in verschiedenen Büchern gelesen.

00:19:16: es sind Relikte eines Waldes einer Flut.

00:19:24: Jemand pfeift sie zurück.

00:19:27: oder war es eingebildet?

00:19:30: Alice lauscht dem Mint die Schreie der Vögel ab.

00:19:33: das Pfeifen war anders.

00:19:35: Das war kein Vogel.

00:19:36: Sie schluckt Kletter zurück durchs Fenster statt auf den Baum.

00:19:42: Zuerst mit der Zunge Dann mit Fingerspitzen wandert Alice über Oberlippe, dann zu ihren Wangen dem Kinn.

00:19:54: Eingefroren verästeln sich die feinen Haare in ihrem Gesicht.

00:19:59: Sie wischt den Eisbad weg.

00:20:03: Auf der Insel wäre ein Bad gut.

00:20:05: Hier ist sie allein und Alice.

00:20:07: Das heißt, sie weiß nicht was das heisst.

00:20:09: In denselben Kleidern steht sie da fragt sich wie anders sich bewegen.

00:20:14: Sie durchsucht die Hütte nach Knöpfen, Nadeln, wo es weit und lang steckt sie das Leinen an ihrem Körper fest.

00:20:22: Den Schultern brüsten ihrer Hüfte macht sie den Stoff sich selbst ähnlich dem Wasser einem See in Wellen.

00:20:34: Mit ihrer linken Hand fährt sie über die Hose Das Hemd die bunten Knäpfe wie ein Widerstand zwischen ihren Fingern ein Spiel.

00:20:45: Ihre rechte Hand kriegt unterm Stoff zwischen die Beine, findet keinen Platz mehr für eine Faust.

00:20:54: Als Alice sie zurückzieht ist Blut an den Knöcheln – nicht von der Nadeln von ihr selbst!

00:21:01: Monate hatte Alice keine Ahnung, sie nahm die Blutungen hin….

00:21:06: vielleicht bin ich krank und er nahm nichts dagegen... als spielte es keine Rolle.

00:21:12: Ein Lehrbuch klärte sie auf, sie hatte ihre Periode bekommen.

00:21:17: Nicht erleichtert.

00:21:18: wütend war Alice an dem Tag.

00:21:20: – Macht dich denn jungen ähnlich?

00:21:22: – hat der Louis gesagt.

00:21:24: – Nicht dass Alice ja älter als Frau bluten würde nicht!

00:21:29: Es tut mir leid, daß ich Dich wegbringe.

00:21:31: Zurücklasse!

00:21:32: – Nicht

00:21:34: warum?!

00:21:36: Einen Abschied hätte Gregor verdient und Sie auch….

00:21:43: Es war keine Zeit, es passten die Worte nicht.

00:21:45: Alles war nicht besser als Louis.

00:21:47: Sie packte zusammen, lief weg.

00:21:51: Wer auf sie warten würde ist auf der Insel geblieben.

00:21:58: Gregor.

00:22:02: Der Spalt im Felsen war früher ein kühles Loch.

00:22:07: Gregors Gesicht glüht.

00:22:10: Es ändert nichts wenn er sich bückt den Kopf hineinstreckt.

00:22:15: Vom Felsend zieht er seine Hände zurück legt seine Finger über Augen, Wangen und Mund.

00:22:22: Als würde er eine Maske tragen – als könnte sein Kopf verschwinden!

00:22:29: Sein Gesicht löste sich in kühler Luft auf.

00:22:32: Über den Wolken war sein Ausweg.

00:22:35: Als Kind und Junge hatte wir ein Volk neulom Brust und Rücken.

00:22:40: beim Gehen, Schweben setzte er seine Füße übers Kreuz.

00:22:46: Die Beine Ein Knoten.

00:22:49: Über den Wolken eingewickelt, war er nicht im Körper auf der Erde.

00:22:55: Das war nicht er!

00:22:59: Bitte verzei

00:23:00: mir!"

00:23:02: sagt Professor Xander plötzlich hinter ihm.

00:23:05: Er ist ihm gefolgt.

00:23:06: Du warst zu jung in der Stadt.

00:23:11: War jünger dieser Junge.

00:23:12: Gregor dreht sich um.

00:23:14: sie verwechseln mich.

00:23:15: hören Sie auf mir nachzugehen.

00:23:20: Über den Gärten mauern, den Dächern des Kolleks keine Wolken läuft Krieger dieses Mal weg.

00:23:25: Nicht zum Fluss sondern zum See wohin ihm der Leere nicht folgt.

00:23:29: erwäscht seine Füße seiner Hände den Stoff auf einen flachen Kieselstein schütte er drei fünf sieben Samen aus dem Säckchen.

00:23:42: in der Nacht sagte die Frau Die Pflanzen sind vielleicht verloren ohne diesen Ort.

00:23:50: am Morgen war sie weg.

00:23:52: Sie kommt und geht, das kennt er von Alois der am Ende ganz von der Insel wegging.

00:24:03: Als Krieger im Gewächshaus die Samen abzeichnet verkrampfen sich seine Finger um den harten Bleistift.

00:24:12: Die Lieder zuckten in zu wenig Licht.

00:24:17: Ich heiße Terra.

00:24:19: Die Frau steht hinter ihm klopft am Rücken wie an einer Tür.

00:24:23: Terra haben sie mich gerufen.

00:24:26: Sie vereinbaren das nötigste, sie hält Abstand.

00:24:31: Solange er sie durch die Gewächshäuser führt auch im Zimmer im Bett.

00:24:35: und eher Krieger du drehst dich nicht nach mir um.

00:24:40: Du lässt mich im Schatten.

00:24:41: verstehst du das?

00:24:43: Über seine Schultern sehe sie gut genug.

00:24:45: ich bin größer als du!

00:24:48: Wo habe sie die Samen her?

00:24:51: Brachland.

00:24:54: Ich habe jetzt noch zwei Passagen vorbereitet von weiter hinten im Roman.

00:25:00: Zunächst eine Krieger-Passage, die auch zeigt wie diese Freundschaft zwischen Krieger und Alice sich dieser entwickelt hat alles auf der Insel eben Alois.

00:25:13: Und auch, wie sich diese Beziehung zwischen Gregor und Terra – die Frau, die auf einmal aufgetaucht ist.

00:25:21: Auch noch einmal verändert.

00:25:22: Und der Professor Xander, der im ersten Kapitel und in dem Abschnitt, den ich gelesen habe ganz kurz einen Auftritt hat, kommt hier vor.

00:25:35: Gregor!

00:25:38: Die schwarze Nacht kommt über die Insel auch im Sommer.

00:25:44: Einmal im Jahr Im späten Frühling macht ein weiß glühendes Zelt die Ausnahme von der Dunkelheit.

00:25:53: Innen am Zeltdach hat Krieger mit seinen Schülern Flaschen mit Alkohol befestigt.

00:25:59: Von den Lampen angelockt, schweben, taumeln die Insekten wie Betrunken vom Licht, vom Alkohl durchs Zelt um die Flasche sehr trinken!

00:26:14: Eine Lebelle.

00:26:16: Sie landet auf Gregor, der wie ein Brett am Zeltboden liegt wartet.

00:26:21: Endlich!

00:26:22: Nicht lang an.

00:26:23: seine Haut ist von Insekten übersät.

00:26:28: Am nächsten Tag werden sie dir trunkenen Zählen abwiegen vermessen.

00:26:33: Ein Tag aus den Vorjahren fehlt zum Vergleich.

00:26:37: Alois hatte damals die Lampen ausgelöscht.

00:26:40: Das bringt nichts.

00:26:41: Die Zahlen das zählen bringe sie nicht weiter.

00:26:45: Warum tun wir nichts?

00:26:47: – sagte dem Lehrer, der ihn erwischt hatte.

00:26:52: Danach passte Gregor in den Zeltnächten auf Aloys auf.

00:26:56: Sie freundeten sich an.

00:26:59: Die Fangfallen rührte Aloys nicht mehr an als wären seine mit Gregors Händen gebunden oder fairbunden, lag er auch steif am Boden.

00:27:10: Beide taten sie, als würde der Käfer im Mundwinkel Die Fliege hinter dem Ohr nicht sterben, geschweige denn aussterben im Zelt in der Welt.

00:27:27: Das ging jahregut.

00:27:28: es war schön zu zweit eine Illusion.

00:27:32: das zelt war die welt.

00:27:35: Im letzten Sommer wurde alles wieder wütend traurig.

00:27:39: ich sitze fest hier.

00:27:42: Er sprang auf.

00:27:43: Statt aber zu handeln, wieder die Lampen weg von der Insel bewegte er sich im Totentanz, sumpte ihm Insektengesang.

00:27:53: Seine Stimme, sein Körper, auf einmal fremd aber verformt waren sie nicht.

00:28:00: Alois sagte, lieber sterbe ich!

00:28:05: Ein halbes Jahr später Die Wellen hoch.

00:28:07: wie lange nicht mehr stießer sich im roten Boot von der INSEL ab.

00:28:13: Allein Gregor blieb liegen.

00:28:21: Zittrick kriegt er die Lebelle im Nacken aus dem Zelt, an den Steinmauern blättige Farbe farblos.

00:28:31: jetzt tastet sich Gregor bis ins Zimmer wo Terra schläft.

00:28:37: Es klopft und er kriecht erschrocken unter das Bett.

00:28:41: Von seinem Gesicht fliegen die Insekten zum Licht einer Lampe.

00:28:45: eine Hand verscheucht sie.

00:28:48: Wo ist Gregor?

00:28:50: fragt Professor Xander, ohne einzutreten sich zu wundern.

00:28:54: Therra antwortet, sie wisse es nicht.

00:28:58: Wichte ihm aus dass ich das Prof.

00:29:01: Xander weggegangen ist.

00:29:04: Entgültig!

00:29:07: Als der Mann sich die Tür noch offen schon ein paar Schritte entfernt hat, sagt er zu Thera sei vorsichtig.

00:29:16: für Menschen wie dich ist es hier nicht sicher.

00:29:20: Die Insel sein Ort der Vielfalt Ja, der Pflanzen.

00:29:25: Bei den Menschen hier ist Vielfald fehl am Platz.

00:29:33: Wie Gregor jetzt bei dieser Frau Terror wie um sich zu beruhigen mit ihm schläft Ist er ein Gespenst sich selbst umzugehörig ein Fremder.

00:29:43: in Wahrheit liegt ja nicht mehr im weißen Zelt aber noch immer unmächtig unter dem Bett.

00:29:51: Wo bist du Gregor?

00:29:53: Ein Zittern, stille.

00:29:55: Aus der Atem drückt er seinen Mund wieder auf.

00:29:57: Thersmunds, seine Schreie verhalten in ihrem Körper ein Beben.

00:30:03: Sie löst ihr Alipen?

00:30:05: Sag es mir!

00:30:06: Wo bist du?

00:30:08: Er greift an sein Nacken, rennt zur Tür von Tür zu Tür und die Gärten an den See.

00:30:13: Lass mich frei, sagt er sich, schüttelt seinen Kopf im Wind als säßert die Lebelle noch fest Im Fenster ein Schmetterling, einen Vogel im Baum.

00:30:24: Lasst mich los, schreit der Lippenzene gegen die Faust.

00:30:28: Wie früher fängt Gregor an seine Hände zu waschen aber sie reichen ihm nicht mehr.

00:30:45: Die Abschlusspassage ist eine Allispassage.

00:30:48: alles ist nicht lange alleine auf dem Festland.

00:30:52: Sie ist dort wie früher gesagt so unterwegs in einem Wasserlabyrinth.

00:30:56: es gibt so grobe Orientierungspunkte einen alten Fluss einen mehr anderen Fluss und einen neuen Fluss, der begradigt ist und mit Deich und Damm versehen ist.

00:31:11: Dort trifft sie an den anderen Reisenden – einem älteren Mann mit dem Namen Max – und lernt von ihm das Schwimmen.

00:31:19: Und in einem Tag ist es dann soweit, dass er sich traut zuerst über den alten Fluss zu schwimmen und dann über den neuen Fluß umzusehen was denn auf der anderen Seite liegt weil über den neun Fluss werden keine Brücken mehr gebaut Und sie trifft dort auf eine schier endlose Weite von Feldern mit riesengroßen Obst und Gemüse in strahlenden Farben, wie sie es auch noch nie gesehen hat.

00:31:44: Es ist auch so eine Alice im Wunderlands Szene wo sie wirklich das Gefühl hat dass sie geschrumpft ist alles rundherum so groß und scheinbar auch perfekt.

00:31:53: die Oberflächen von diesen Früchten pflückt dann dort an den Apfel und Max, der andere Reisende, da ist er gefolgt.

00:32:08: Warum isst du ihn nicht?

00:32:11: Max war ja also doch nachgekommen!

00:32:14: Den Apfel in der Hand dreht sie sich zu ihm um.

00:32:18: Seerunzel die Stirn.

00:32:20: Ich glaube es so schön Ist nur Farbe Form Nichts will alles mehr.

00:32:29: Das wäre es bei anderen ihr selbst gleich.

00:32:32: Am meisten gefällt dir ein Körper von außen oder als inneres Bild, als Bild- oder Bewegung nur die Oberfläche.

00:32:44: Wenn sie könnte würde Alice aussteigen – aus sich heraus!

00:33:00: Sommer und Fieber.

00:33:02: Max neben Alice in der Hängematte.

00:33:05: Er war zu krank um am Boden.

00:33:07: Sie nahm ihn zu sich auf dem Baum.

00:33:10: An ihrer Schulter spürt sie Nadeln, seinen Bart den heißen Atem ein Feuer unter ihre Haut.

00:33:18: Als sie ihm die schweißnassen Kleider auszieht gibt es einen Körper nach ohne aufzuwachen.

00:33:24: Dabei streifen ihre Handgelenke, ihre Fingerspitzen über dratige Haare auf Max' Brustbauch oder bei seinen Hüften – alles weiß es nicht mehr!

00:33:35: Sie macht schnell die Augen zu, wendet jetzt die Decke und klettert hinab Über den Riesenfeldern.

00:33:44: viel der Regen auch bunt.

00:33:46: Max verfiel in Panik, sie randen kletterten Schwammen wie um ihr Leben oder um seines.

00:33:52: In der Nacht begann er zu fiebern.

00:33:56: Weiß dieser künstliche Regen.

00:33:58: Der Dünger fragte alles.

00:34:01: Er schüttelte den Kopf.

00:34:03: Es sind die Mücken am alten Fluss, er hielt inne.

00:34:07: Aber die regen wir mal Die Vögel, erredete wir Werte zu trinken und zu essen ab.

00:34:17: Um seinen Körper die Decke verschwitzt.

00:34:21: Regennass steht Max jetzt vor ihr in ihren frischen Kleidern.

00:34:26: Erstmals seit Tagen ist auf den Beinen wieder ein Gegenüber.

00:34:31: Seine Wangen sind bläulich – die Augenlieder violett seine Falten haben sich verestelt.

00:34:42: Beide setzen sie sich, wo die Erde schon feucht ist.

00:34:45: Zwischen ihnen der Stein ist gedeckt mit Fisch und Algen.

00:34:51: Aus ihrer Tasche holt Alice den roten Apfel vom Feld.

00:34:55: Bietet ihn an, bittet, magst du muss etwas essen?

00:35:00: Er nickt, beißt ins Fleisch!

00:35:04: In seiner Hand noch den Apfel legte sich auf den Rücken, schläft im Regen ein.

00:35:11: Angespannt nimmt sie wahr wie die seit Tagen unverändert rote glatte Kugel abweicht von dem Mann, der sie hält.

00:35:23: Wie anders Sie sind.

00:35:25: oder waren dazwischen?

00:35:27: mehr sein Leben das Sterben und sterblich wirkte der Apfel.

00:35:34: Seitdem bis liegt er offen – wie verwundert in der Welt!

00:35:42: Die Stirn ist heiß, wie sie heiss war als ihre Hand auf Max lag.

00:35:47: Sein Fieber ist ihres geworden, oder es ist das Sommer die Mücken.

00:35:51: Sie schlägt um sich.

00:35:53: Max am Boden, Alice mit dem Apfel in der Hängematte.

00:35:58: Auf ihrem Schoß dreht sie die rote Kugel bis er bis nicht dann kurz sichtbar wiederist Schön warst du!

00:36:09: Schön rundum flüstert sie.

00:36:13: Sie schmeckt daran.

00:36:14: Zwischen ihren Schenkel rutscht der Apfel tiefer steckt fest, gegen die Naht ihrer Leinenhose drückt ihn an der Seite wo sein ihr Mund war.

00:36:28: Die liebten die Zähne die Zunge eines Älteren eines jungen Menschen.

00:36:34: Unter einer ihrer Hände löst sich der Apfel, rollt auf und ab.

00:36:38: über Knochen.

00:36:39: eine leere Diwetut.

00:36:43: Alles fährt zusammen, rasch wirft ihre andere Hand den Apfel vom Baum auf den Boden.

00:36:51: Herzt ja eine Stimme wie aus der Weite.

00:36:53: Wir müssen weg!

00:36:55: Sie hatte ihn vergessen, nicht fallen gehört Den Regen den Apfel.

00:37:01: Max nimmt beides in den offenen Mund.

00:37:05: Wie früher als Kind spürt sie den Kopf im Nacken Die Tropfen bis zum Hals Gehen wir Der Fluss tritt über seine Ufer Sie schluckt steigt hinunter.

00:37:17: wohin?

00:37:18: Ein Haus unter ein Dach, die Stadt liege Wochen Monate entfernt.

00:37:25: Entlang eines Labyrinths von Wasserwegen sinken ihre Schritte in eine triefende Landschaft.

00:37:34: Früher fuhren hier Fischer auf Flachkehnen, erzählt Max, zeigt wie er's alten Netzen Moos wächst.

00:37:43: Pflanzen vermodern hier mit Fischen und Krebsen!

00:37:48: Wo die Erde mehr nachgibt als sonst, glaubt alles in ein Loch zu kippen.

00:37:53: Kurz wird ihr schwarz vor Augen dann grüne Blätter verdeckenden Mann von Schritt zu Schritt.

00:37:59: wie verrückt geht er ihr voraus.

00:38:02: Bäume springen nach rechts wenn er links sich hält.

00:38:06: Alles schwankt, geht in die Hocke wie ein Frosch!

00:38:11: Sie weiß nicht ob ihr heiß oder kalt, ob es ihr Schweiß, ihr Fieber ist oder das Wetter näher im Gesicht.

00:38:18: Die Beine sind taub, die Hände auf den Knien glühen im Dunkeln.

00:38:24: Alice?

00:38:26: Die Stimme ist nahe ein Knistern in ihrem Ohr.

00:38:30: Gregor!

00:38:31: Bist du

00:38:32: das?!

00:38:33: Dann hast Du das Schwimmen also nicht verlernt.

00:38:37: Gegen den Strom hat er sie eingeholt.

00:38:41: Sie waschen ihre Hände.

00:38:43: Ihm is des Ernst – sie lacht!

00:38:47: Gregor schwimmt da weiter... Ohne sie?

00:38:54: Alles.

00:38:55: Max, bist du das?

00:38:56: Komm auf Alice!

00:38:57: Du kannst dich auf mich stützen.

00:39:01: Bald geht sie wieder von allein durch den Wald.

00:39:04: Sie strengt sich an hinter Max nicht zurückzufallen.

00:39:08: Statt einer Lampe leuchtet in seiner Hand ein Vogel.

00:39:12: Es sieht aus als hielten seine Finger ihn an den Federn.

00:39:16: Grün, gelb um den Hals Ein rot-oranger Kopf.

00:39:23: Wasser Hört sich den alteren Mann sagen, Fürchten Menschen am meisten.

00:39:29: Am wenigsten habe Wasser einen Sinn für Ordnung.

00:39:33: Es sei gegen Identität Tradition Unbegradigt.

00:39:39: ohne Deich und Graben sind Flüsse ein freies Spiel Erlächelt Denn Vögeln ist das ziemlich gleich.

00:39:50: Alles nickt.

00:39:52: Ich glaube Den Fischen auch.

00:39:56: Ja Sarah, vielen Dank für deine Vorlesung.

00:40:02: Die jetzt den Roman schon noch einmal anders transportiert.

00:40:10: Es gab mal die Frage ob es überhaupt einen Hörbruch gibt zu dem Buch?

00:40:16: Wer weiß erscheint das noch.

00:40:19: Ich würde dich gern fragen in verschiedenen Zeitungen steht drinnen es sei eine Geschichte über eine Selbstfindung der Frau oder zweier Menschen eigentlich von Alice und von Gregor.

00:40:36: Was ist das noch alles für dich?

00:40:43: Ich würde dem zustimmen, also zunächst einmal vielleicht nochmal unterstreichen dass es tatsächlich diese Figuren suchende sind und vielleicht ergänzen dass sie nicht nur nach sich selbst suchen sondern dass sie eigentlich ganz stark damit befasst sind.

00:40:59: Das gehört im Wahrheit ja auch zusammen wie das Verhältnis zur Welt ist.

00:41:04: Also es geht zum einen darum, wer bin ich für mich?

00:41:09: Wo sind auch meine Grenzen?

00:41:10: Das ist bei der Figur vom Krieger so wichtig wo ich auch diese Passage gelesen habe mit den Händen waschen und mit dem Füße waschen um zu spüren dass sie meine Füse und die meine Hände.

00:41:23: nachdem er in seiner Jugend und in seiner Kindheit Missbrauch erlebt hat gibt ihm das halt also dieses Spüren Ich bin ein Individuum.

00:41:33: Das bin

00:41:33: ich.".

00:41:35: Und auf der anderen Seite ist er aber zunächst stärker bei alles, aber es gibt auch das eigentlich auch bei Gregor diese Tendenz.

00:41:44: oder haben auch die Neugier die Grenzen zu überschreiten.

00:41:48: und bei alles ist es diese besondere Konstellation sie ist von der Insel weggegangen weil sie dort nur unter anderem deshalb weil sie da nur Alois sein könnte findet sich dann auf dem Festland wieder und hat aber die Antwort, wer sie jetzt eigentlich ist.

00:42:04: Jetzt wo sie eigentlich so frei alles sein kann nicht zu einfach parat sondern sie merkt das ist nicht so leicht wie es vielleicht dieses begriffsbar Mann- und Frau auch suggeriert überhaupt die Beziehung zu anderen Lebewesen oder zu anderen Formen auf der Welt zu sein bestimmen ja das immer auch mit.

00:42:23: und wo fange ich an?

00:42:24: Wo höre ich auf?

00:42:25: Und da gibt es bei ihr eben auch ganz stark dieses Bedürfnis nach Beziehung, nach Verschmelzung und Aufgehen auch im Ganzen.

00:42:35: Und das sind glaube ich so wesentliche Teile diese Suchen ausmacht von den beiden.

00:42:46: Dann ist es natürlich auch ein Buch, dass sich der Vielfalt widmet oder ihm negativ formuliert dem Verlust von Vielfalt.

00:42:55: Also es geht eben ganz stark um diesen Artenschwund und versuche da etwas zu tun, ein Thema das für mich sich auch als Person unabhängig von meinem Schreiben sehr präsent ist oder was mich immer wieder beschäftigt oder kümmert weil der Artenschwand etwas ist, was so schwer greifbar ist gerade auch wenn wir nicht wissen viele Arten gehen verloren die wir noch gar nicht erfasst haben.

00:43:22: Und es wird auch, das heißt jetzt auch vorgelesen, dieses, also auch im Falter ist nochmal betont worden.

00:43:28: Das wurde zugeordnet der Climate-Fiction.

00:43:33: Es ist eben nicht nur dieses Klimathema sondern viel mehr eigentlich noch und das ist wie ein Thema für sich dieses Gehören zusammen.

00:43:40: aber es ist nicht nur Artenvielfalt hat nicht nur mit Klima oder Klimaveränderung zu tun, sondern ganz stark eben auch mit Rückdrängungen, Landwirtschaft

00:43:49: etc.,

00:43:51: So.

00:43:51: dieses Thema war eigentlich auch einer der Ausgangspunkte.

00:43:54: Vielleicht nicht das Thema, sondern einfach so als dieses Gefühl oder dieses... Also wenn ich es ein bisschen erzähle wie das war, ich hatte damals meine Schwesterbesuch-Team unterengedient die dort gelebt hat und da gibt es diese bunten Blumenwiesen, diese Trockenblumenwiesen und ich musste auf sie warten.

00:44:17: Und ich war dann dort und war so fasziniert von dieser Vielfalt wieder alles hintereinander, diese vielen Farben.

00:44:22: Ich hatte das einfach in dieser Form lange nicht mehr gesehen und in dieser Größe eine riesengroße Wiese.

00:44:29: Das war etwas dieses Gefühl und auch gleichzeitig ein gewisser Wehmut dass es eben ganz oft nicht mehr so ist wenn wir Wiesen anschauen, das war auch so ein Impuls zum Schreiben.

00:44:40: Also hat dann immer auch die Figuren gebraucht und bis ich damit hier mehr angefangen habe sind viele Jahre eigentlich vergangen.

00:44:47: Ich hatte dazwischen nach Greta und Janis geschrieben, erst danach nach Grete und Janus war ich auch soweit.

00:44:56: Ich weiß nicht von welchen Faktoren es immer abhängt aber ist sicher auch persönlicher wenn ich so weit bin auch mich diesen Figuren in dem Verleben diesem Krieger und dieser alles näher zu kommen.

00:45:09: Hat es auch damit zu tun, dass du vor nicht ganz zwei Jahren Mutter geworden bist?

00:45:16: Nein.

00:45:17: Das hat eigentlich damit keinen Zusammenhang, weil ich das Buch schon abgeschlossen hatte in der Schwangerschaft und ich begonnen hatte auch schon wie ja bevor sie... wie vorher die Tochter da war.

00:45:31: Ich war froh, dass sich das abschließen konnte, weil es glaube ich danach in diesem ersten Jahr mit Baby schwierig geworden wäre.

00:45:38: Nein, also von daher das glaube ich nicht.

00:45:43: Und dann hatte ich jetzt einfach dieses Jahr, dass sonst vielleicht nicht vergangen wäre wo es noch nicht erschienen ist.

00:45:50: Das war bei Kreta und Lannis anders.

00:45:51: da war ich fertig mit dem Buch.

00:45:53: Bei meinem Debüt hat er es schon zum Verlag und dann ist es ein halbes Jahr später ungefähr erschienen.

00:46:01: Jetzt war da mehr Raum bis es wirklich ein Buch geworden ist habe ich jetzt auch ganz schön gefunden.

00:46:07: Ich hab gemerkt, das hat mir auch angegeben wieder für einer des Anderes und Neues auch zu denken, ehe ich in dieser Zeit der Lesungen eingetaucht

00:46:16: bin.".

00:46:18: Das Thema Missbrauch spielt ja auch eine Rolle.

00:46:22: Denkst du dass es auch damit zu tun hat... ...dass es wie ein Auswuchs ist aus dieser Männer-und-Jungern Gesellschaft die auf dieser Insel herrscht?

00:46:34: Oder ist das was...?

00:46:35: was Allgemeingültiges, wenn Partiagrat so stark ist?

00:46:41: Das würde ich mich gar nicht so weit hinauswagen wollen.

00:46:46: Dass sich das an den patriarchen oder rein männlichen Gesellschaft nur für West machen würde.

00:46:52: Zumal jetzt bei Gregor.

00:46:54: Er wurde auch als Kind missbraucht also noch gar nicht auf der Insel war von dem Freund seiner Mutter und das quasi in einem anderen Stadt.

00:47:03: diese strenge Trennung war.

00:47:07: Interessant bei dem Thema ist vielleicht oder wie das für mich war, als ich begonnen hatte zu schreiben den Text war für mich noch nicht klar warum Gregor das macht?

00:47:20: Warum er diese Hände immer wäscht und diese Füße.

00:47:23: und das ist etwas was sich mir wirklich erst über Sprachen, über die Worte erschlossen hat.

00:47:29: also es Oft so, wenn ich vor allem im Projekt mache, mache ich mir viele Gedanken und spüre hinein in die Figuren.

00:47:37: Aber ich komme immer noch ein Stück weit!

00:47:39: Und um dann wirklich mehr über sie herauszufinden und mehr über ihre besondere Geschichte muss sich dann eigentlich einsteigen ins Schreiben oder in den Text... ...und bei Gregor muss ich sagen das hat mich dann auch überrascht.

00:47:52: Das war dann auf einmal der Grund.

00:47:58: Wie läuft denn dein Schreiben ab?

00:48:00: Es gibt ja Autoren, Autorinnen.

00:48:03: Die haben feste Zeitpunkte.

00:48:05: sie fangen um neun an arbeiten bis um zwei.

00:48:08: danach sind Sie unterwegs oder denken auch über das Buch nach.

00:48:13: Kannst du auch so arbeiten oder bist Du eher jemand der dann schreibt wenn was kommt?

00:48:23: Ich glaube beides.

00:48:24: also es gibt viele Teile von meiner Arbeit für ein Projekt, die kann ich auch in kleinen Zeiträumen erledigen.

00:48:32: Also ich nutze mich und mache auf ganz schnell noch welche oder wenn ich recherchiere das reicht dann auch mal eine Stunde einmal, wenn ich eintauchen kann auch in die Bücher, die ich da lese und das mach ich meistens exzerpte dann klappt ganz gut auch mit kleineren Zeitblöcken.

00:48:52: Wenn ich dann am Text sitze, ist es schwierig für mich.

00:48:54: Also überarbeiten geht noch eher.

00:48:57: aber wenn ich wirklich neu den Text schreibe braucht das immer eine gewisse Zeit bis ich auch wieder drinnen bin im Fluss.

00:49:04: also ich lese ja auch die Passagen davor immer nochmal laut mir vor um das auch nochmal gut zu hören.

00:49:11: und da mein weiter schreiben spreche ich auch immer die Worte zuerst laut.

00:49:17: Das ist alles sehr zeitintensiv und auch emotionale Arbeit, wo ich mich da wirklich dem wieder näher komme.

00:49:25: Diesen Geschichten oder diesen Figuren.

00:49:28: Und da so herausgerissen zu werden nach kurzer Zeit... ...ist ungünstig!

00:49:33: Also dann muss sich eigentlich mir immer länger Zeit am Stück nehmen wenn es geht.

00:49:41: Es hat ja auch unterschiedliche Angehensweisen bei mir gegeben.

00:49:44: Mittlerweile, dadurch dass ich eben lautlesen möchte.

00:49:47: beim Arbeiten oder laut sprechen muss ich mich auch zurückziehen.

00:49:50: also das Unterwegsarbeiten geht beim Schreiben selbst nicht.

00:49:57: Ja meine Damen und Herren vielleicht haben Sie noch Fragen an die Autorin zum Buch?

00:50:04: Die Frage war nach dem Zeitraum bis wann das Buch fertig

00:50:08: ist.

00:50:09: Ja, das ist jetzt für mich schwer zu sagen weil ich glaube dass in der Zeit in der ich eben noch nicht begonnen hatte und Greta und Janis geschrieben habe, dass da viel in mir gearbeitet hat.

00:50:24: Das auch wichtig war glaub ich für den Text.

00:50:27: Und dann also wirklich mit Recherche... Also wenn ich nur im engeren Sinne die Arbeit zählen würde, dann waren es ungefähr drei Jahre.

00:50:42: Da gehört dann schon was dazu auch dran zu bleiben, oder?

00:50:45: Auch weil du gesagt hast... Du hattest schon angefangen und dann kam Greta & Janis.

00:50:51: Und dann wieder zurückzukehren zum Chimere.

00:50:56: Du hast gesagt, du machst das mit Vorlesen.

00:50:59: Das ist jetzt eine sehr lange Zeit dazwischen.

00:51:01: ein anderes Buch Ist es dir gut gelungen dann wieder in dieses Chimerei einzudauchen.

00:51:10: Es ist mehr Also dann erst eigentlich möglich gewesen.

00:51:14: Wobei es... Es war schon nicht so einfach, weil ich eben aus Greta und Janis auch in dieser Zeit gelesen hatte.

00:51:22: Dann hatte ich meine neue Stelle hier in der Bibliothek begonnen.

00:51:26: Also er war auch viel anderes neu und aufregend und ich... Als es daran ging wirklich am Text zu sitzen die verarbeiteten immer die Recherche.

00:51:36: das ist da nochmal anders.

00:51:38: Aber es hat dann eben tatsächlich etwas gedauert, bis ich diesen ersten Satz vom zweiten Buch hatte.

00:51:44: Das war schwierig!

00:51:46: Das war bei Greta und Jan ist nicht zu schwierig... ...und das hat mich auch belastet.

00:51:53: Dann war's aber so ein spontaner Moment zum Beispiel.

00:51:55: Der erste Satz war da.

00:51:57: Ich hatte Dienst in der Bibliothek.

00:52:01: Und ich wusste, ich muss jetzt heim mit diesem Satz und muss weiter schreiben.

00:52:04: Da gehts jetzt weiter.

00:52:06: Es war eine Abenteinheit Sehr leicht.

00:52:12: Ja, Gott sei Dank!

00:52:14: Ist das dann so geflutscht?

00:52:18: Weil manchmal ist es einfach die Form, also dass da wirklich genau die Worte wie sie aneinander...

00:52:25: Ich stelle jetzt eine Behauptung auf.

00:52:27: du hast vorher erzählt ein Fluss der mehr andert und einen Begradigter Fluss oder eine Insel.

00:52:36: Mir ist dort rein eingefallen Und die Insel reichen auch.

00:52:40: Bin ich da ganz falsch?

00:52:42: oder ist das

00:52:44: was für tiefes?

00:52:47: Auf der Insel Reichenau war ich selbst noch nicht, aber da rein und meine Spaziergänge dort sowohl am Begradigten rein als auch beim Alten rein waren sehr wichtig und haben auch geholfen diese erzählte Welt zu finden.

00:53:02: die eben, die Inspiration war ja wirklich in den Bergen.

00:53:05: Also meine Schwester hat da in den bergen gewohnt und das hier ist so eine Wasserwelt und dies geprägt und verdank ich auch gewissermaßen meinem Umzug damals von Wien hierher und dann auch diese Entdeckung an der Landschaft mit, in der ich nicht aufgewachsen bin.

00:53:22: Und oft fällt es dann leichter da etwas zu sehen oder zu erkennen.

00:53:25: und wenn sie's nicht vertraut ist also zuerst mal Ja, fasziniert sein und interessiert sein.

00:53:34: Ich wiederhole damit alle das Gut hören was ich mit den Äpfeln auf sich habe die sicher durch beide Romane ziehen.

00:53:44: Das stimmt!

00:53:45: Das wurde jetzt so noch gar nicht gefragt.

00:53:49: da müsste ich wahrscheinlich ganz tief auch in mich hineingehen um jetzt persönliche Gründe für den Apfel zu finden.

00:53:55: Der Abschluss ist natürlich auch ein Symbol oder ein stark aufgeladenes Symbol, jetzt gerade auch in der Passage die ich gelesen habe.

00:54:04: Auch immer dieses Bild von Verführung auch das es hat bei Max und Alice.

00:54:11: Interessant ist aber dass sich diese biblische Passage gar nicht, also Paradies, da wurde ich über meine ersten Lesungen angesprochen und ich hatte es gar nicht bewusst im Hinterkopf Aber sicher habe ich diesen Text natürlich immer abgespeichert und kenne den Apfel als dieses Symbol.

00:54:31: Und das wirkt danach, ist vielleicht auch ein gutes Beispiel dafür, dass sich da andere Texte einfach einschreiben ohne dass ich das von ihnen verlange oder mir das aussuche.

00:54:42: Das passiert!

00:54:43: Dann sind sie da und dann ist der Apfel da.

00:54:46: Genau, das ist klar.

00:54:47: Siehe auch wieder so.

00:54:49: Meine Frage noch an dich – wie siehst du die Rezeption deines Buches?

00:54:54: Die Rezensionen in den verschiedenen Zeitungen, die Aufnahme in die ORF-Bestenliste auch.

00:55:04: Ist das eine Ehre oder ist das was Besonderes für dich?

00:55:11: Was spielt das für eine Rolle?

00:55:14: Da ist schon viel Freude wenn das Buch da ist und es findet eben diese Aufnahme nach Aufmerksamkeit bei Greta & Janis jetzt.

00:55:22: im Vergleich war's am Anfang recht ruhig.

00:55:25: Da ist dann nach und nach etwas gekommen.

00:55:28: Und es erscheint so viel, es gibt eine Fülle von Büchern und damit da eine Aufmerksamkeit, die auch da ist oder ein Interesse an einem Buch das sich nicht zu leicht auch einordnen lässt.

00:55:44: also das macht das mitunter auch schwerer dass man nicht so in drei Worten zackt Das kann ich dir so mitgeben, sondern dass es eigentlich ein Text ist der davon lebt.

00:55:56: Dass man ihn als Text kennenlernt.

00:55:58: also Ein Fall dafür wenn wir wieder in die Buchhandlung gehen und vielleicht wirklich hinein lesen oder Die Sprache ist eben oder die Geschichte ist So eine andere Form so nah dran würde ich sagen das er sich nicht zu gut ablösen lässt Was das dann eigentlich ist wenn man nicht auch etwas hinein liest und da ist es schön wenn es Bestenliste oder Bestenlisten, das ist wie so ein kleiner Scheinwerfer.

00:56:28: Dass man da vielleicht hinschaut weil man sonst vielleicht auch übersehen würde in... Das ist ja auch Otto Müller Verlag ist ein kleinerer österreichischer Verlag hat nicht dieses Marketing also es sind nicht überall sowieso eine Anzeige und das hilft dann natürlich schon.

00:56:45: und Schöner der Besten ist es auch dass da unterschiedliche einfach abstimmen.

00:56:52: Ja, die Buhra-Anlung war bunzel.

00:56:53: Das muss ich jetzt hier sagen ist jetzt ein gutes Beispiel wo man tatsächlich Bücher auch wirklich ein Gefühl kriegt für die Bücher und nicht nur einen Freund in den Schlagorten.

00:57:04: das ist sehr schön also dass sie immer die Art und Weise wie sie geschrieben sind damit gegeben wird.

00:57:09: und darf ich auch schon tolle Empfehlungen bekommen?

00:57:52: Ja, dann sage ich auch der Sarah.

00:57:54: Ganz püdle den herzlichen Dank für die Lesung!

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